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Der Bundesrat hat im Oktober 2018 das UVEK beauftragt ein Vernehmlassungsverfahren zur Revision des Stromversorgungsgesetz (StromVG) durchzuführen. Themen darin sind volle Strommarktöffnung, Speicherreserve und Modernisierung der Netzregulierung. POWERLOOP hat seine Stellungnahme per 31.01.19 eingereicht.

Grundsätzlich begrüssen wir die Revision des StromVG und sind der Auffassung, dass diese dringend ist. Wir begrüssen ebenfalls die Absicht, die sogenannte Sektorenkopplung der Netze für Gas, Strom, Wärme und der Mobilität durch Technologien wie Power-to-Gas/Fuel (and Heat) und Fuel/Gas-to-Power (and Heat) durch optimale Nutzung der Angebote an erneuerbaren Energieträgern und der Speicherfähigkeit der vorhandenen Netze zu stärken.

Damit deren Marktchancen wirklich verbessert werden und insbesondere das Ungleichgewicht der Schweizer Stromversorgung im Sommer und im Winter nicht durch Strom aus unbekannter Herkunft aus dem Ausland «saubergewaschen» wird, sind einzelne Artikel im revidierten Gesetzesvorschlag anzupassen. Was aus unserer Sicht in der vorliegenden Revision des StromVG deutlich zu kurz kommt, ist der Einbezug von Prosumern / dezentralen Produzenten von Strom, ausserhalb der klassischen Stromwirtschaft, und damit ein wachsender Bereich von Stromproduzenten.

(Die vollständige POWERLOOP Stellungnahme vom 31.01.19 herunterladen)

Quelle: intern

In zwei Jahrzehnten sollen alle deutschen Kohlekraftwerke stillgelegt sein
Der Vorsitzende der Kohlekommission spricht von einem «historischen Kraftakt» und will nicht sagen, was der Ausstieg kosten wird. Die Umweltverbände sind mit dem Kompromiss unzufrieden, der manche Regionen Deutschlands von Grund auf verändern wird.
Das letzte Kohlekraftwerk in Deutschland soll spätestens im Jahr 2038 vom Netz gehen und die Kohlereviere werden mit Milliardenhilfe gestützt: Auf dieses Verhandlungsergebnis einigte sich die Kohlekommission am frühen Samstagmorgen in Berlin. «Es war extrem konfliktreich», sagte deren Vorsitzender Ronald Pofalla. Der Konsens sei nicht vorhersehbar gewesen. Schliesslich stimmten 27 von 28 Kommissionsmitgliedern dem Vorschlag zu. Bei einer Pressekonferenz am Samstag wollte Pofalla nicht auf die Frage antworten, wie teuer der Ausstieg aus der Kohle wird. Momentan ist davon auszugehen, dass deutlich mehr als 40 Milliarden Euro investiert werden müssen. Pofalla sagte, ohne den Kohleausstieg werde Deutschland gegen die international vereinbarten Klimaziele verstossen und müsse Strafen in Milliardenhöhe zahlen.
 
Quelle: Jonas Hermann, NZZ 26.01.19

Gaskombikraftwerke wird es in der Schweiz nicht geben. Hierzu würden sich keine politischen Mehrheiten finden lassen, sagte der frühere BFE-Direktor Walter Steinmann am Stromkongress. Steinmann verwies in diesem Zusammenhang auf das Elcom-Forum vom vergangenem November (energate berichtete). Hier soll der Regulator für Gaskraftwerke geweibelt haben, rief der frühere BFE-Direktor in Erinnerung. Trotz seiner Aussage in Richtung des – sich selbst stets als technologieneutral bezeichnenden – Regulators betonte Steinmann, dass Gas auf dem Weg in die Energiezukunft eine Rolle spielen könnte und sollte. „Wir müssen das grüne Gas ausbauen“, so der ehemalige BFE-Mann. Heute müssten sich die Gasversorger, welche überwiegend in rot-grün dominierten Städten beheimatet seien, genau überlegen, wo sie auf Gas und wo sie auf andere Lösungen setzen wollen. „Dort wo Gas Zukunft hat, sollten wir vermehrt WKK reinhängen“, sagte Steinmann mit Blick auf Peaks beim Strom- und Wärmebedarf.

In der intelligenten Versorgung ganzer Quartiere mit Strom und Wärme sähen er und die Credit Suisse ein neues Geschäftsmodell für die Energieversorger, meinte Steinmann, welcher am Stromkongress auch als Senior Advisor der Credit Suisse Energy Infrastructure Partners AG sprach, weiter. Denn: „Wir wissen es alle. Allein mit dem Produkt Strom kann man heute nicht mehr viel Geld verdienen.“ Weitere neue Geschäftsmodelle sah der Energiefachmann im Bereich Smart Cities und der Elektromobilität. Dass alle Energieversorger den Schritt zum „EVU 4.0“ schaffen würden, bezweifelte Steinmann. Einige müssten sich deshalb wohl künftig auf ihre Rolle als Netzbetreiber beschränken.

Quelle: Energate Messenger

An einer ausserordentlichen Generalversammlung in Buchs AG schlossen sich am 29.11.2018 der V3E Verband Effiziente Energie Erzeugung und der WKK-Fachverband zu PowerLoop Schweizerischer Fachverband zusammen. Ziel dieser neuen Plattform ist die sichere und intelligente Energieversorgung der Schweiz entsprechend der Energiestrategie 2050. Gas, Strom und Wärme können für eine eigenständige und nachhaltige Versorgung der Schweiz sorgen, wenn sie in effizienten Kreisläufen verbunden werden — in einem «Loop». Deshalb der Verbandsname PowerLoop.

Fachartikel HK-Gebäudetechnik 1/2019 herunterladen

Quelle: HK-Gebäudetechnik

… Strom wurden 2017 in umweltschonenden Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen erzeugt

Mit über 116 Milliarden erzeugten Kilowattstunden haben Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen 2017 fast 19 Prozent zur Nettostromerzeugung in Deutschland beitragen. Durch die klimaschonende Technik werden jedes Jahr CO2-Emissionen in Höhe von 58 Millionen Tonnen eingespart. Würde die KWK-Stromerzeugung bis 2030 auf 150 Mrd. kWh angehoben und Kohle durch Gas als Brennstoff ersetzt (fuel switch), ließen sich insgesamt sogar 86 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Das wäre ein signifikanter Beitrag für die Erreichung des Klimaziels von 61 Prozent CO2-Emissionsminderung bis 2030 gegenüber 1990.

Damit auch kurzfristig klimaschonende KWK-Anlagen gebaut und damit der fuel switch vorangetrieben werden kann, müssen jetzt sichere Investitionsbedingungen geschaffen werden. Basis hierfür ist die zeitnahe Verlängerung des KWK-Gesetzes bis zum Jahr 2025.

Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme. Sie sind zumeist eingebunden in ein System aus Wärmenetz, Wärmespeicher und zunehmend auch Power-to-Heat-Anlagen. Über diese flexiblen „KWK-/Wärmenetzsysteme“ werden viele Wärmekunden versorgt und gleichzeitig wichtige Beiträge zur Versorgungs- und Systemsicherheit im Stromsektor geleistet. KWK-/Wärmenetzsysteme spielen so bei der Realisierung der Wärmewende in Städten eine Schlüsselrolle.

Quelle: BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V.

POWERLOOP: NEUE PLATTFORM FÜR EINE PRAGMATISCHE UND EFFIZIENTE ENERGIEWENDE

Buchs, 29.11.2018: Anlässlich einer ausserordentlichen Generalversammlung schlossen sich der V3E Verband Effiziente Energie Erzeugung und der WKK-Fachverband heute zu POWERLOOP Schweizerischer Fachverband zusammen. Ziel dieser neuen Plattform ist die sichere und intelligente Energieversorgung der Schweiz, wie sie in der Energiestrategie 2050 beschlossen wurde. Gas, Strom und Wärme können für eine eigenständige und nachhaltige Versorgung der Schweiz sorgen, wenn sie in effizienten Kreisläufen verbunden werden. Wie der Verbandsname sagt: in einem LOOP. POWERLOOP fördert die Verbreitung der entsprechenden Technologien. „WKK und Power-to-Gas* sind wichtig und zunehmend dringend, um den Wegfall von Kernenergie in den nächsten Jahrzehnten klimaverträglich, wirtschaftlich und versorgungstechnisch zu kompensieren“, so Hans-Kaspar Scherrer, Vorstandsmitglied von POWERLOOP und CEO Eniwa AG.

Medienmitteilung herunterladen

Quelle: V3E/WKK-Fachverband

Unmittelbar vor den Toren Basels, in Grenzach-Wyhlen wurde am 15. November 2018 neben dem Rheinkraftwerk Augst – Wyhlen die erste Power-to-Gas eingeweiht. Die Anlage wurde von Energiedienst Holding AG, der deutsch-schweizerischen Aktiengesellschaft mit Sitz in Laufenburg, realisiert. 

Wasserstoff wird in der Energiewelt der Zukunft eine Schlüsselrolle einnehmen. Denn er speichert Energie, treibt Fahrzeuge an und kann in der Strom- und Wärmeversorgung eingesetzt werden. Hilfreich für den Klimaschutz ist er dann, wenn er aus Elektrolyse mit Ökostrom erzeugt wird. 

„Mobilität ist noch auf absehbare Zeit nicht ohne Verbrennungsmotoren denkbar. Um gleichwohl die Bemühungen für den Klimaschutz zu verst.rken, müssen auch neue Wege gegangen werden. Der verst.rkte Einsatz regenerativer, synthetischer Kraftstoffe ist solch ein Weg. Mit der Power-to-Gas-Anlage hier in Wyhlen ist ein Vorzeigeprojekt für die Energiewende in Baden-Württemberg entstanden. Mit ihr holen wir Power-to-Gas aus dem Labormassstab und zeigen den wirtschaftlichen Betrieb dieser Technologie“, betonte Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

„Der Standort Wyhlen ist ein Musterbeispiel für das Energiesystem der Zukunft“, ergänzt Martin Steiger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Energiedienst Holding AG. „Hier greift erstens die Sektorenkopplung und zweitens kann das Wasserkraftwerk zusammen mit der Power-to-Gas-Anlage Systemdienstleistungen zur Stabilisierung des Stromnetzes anbieten.“ Denn das Kraftwerk kann je nach Bedarf Regelenergie bereitstellen. Es kann nun Energie ins Stromnetz einspeisen oder mit dem Strom die Wasserstofferzeugungsanlage betreiben. Die Power-to-Gas-Anlage ist in der Lage, entsprechend rauf oder runter zu fahren.

Mehr Information auf der Website Energiedienst Holding

Quelle: Energiedienst Holding, Lauenburg

In Winterthur wird seit bald 30 Jahren an der Entwicklung von Brennstoffzellen-Geräten gearbeitet, die Erdgas in elektrischen Strom und Heizwärme umwandeln. Mit einer neuen Gerätegeneration will die HEXIS AG den elektrischen Wirkungsgrad nun merklich auf rund 50% steigern, bei einem Gesamtwirkungsgrad von über 90%. Seit Anfang Juni 2018 stellt ein Demonstrator mit 1,5 kW elektrischer Leistung die Funktionsfähigkeit des Konzepts unter Beweis. In Feldversuchen sollen nun Erfahrungen gewonnen werden, bevor das neue Gerät auf dem Markt angeboten wird.

Fachartikel von B. Vogel, Bundesamt für Energie herunterladen