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Der Tages-Anzeiger bespricht unter diesem Titel das Konzept und die Forderungen von Roger Nordmann für eine Solaroffensive in der Schweiz. Das dazugehörige Buch erschien in seiner französischen Originalversion im Frühsommer unter dem Titel „Le plan solaire et climat“. Die deutsche Fassung unter dem Titel „Sonne für den Klimaschutz: Ein Solarplan für die Schweiz“ wurde vom Zytglogge-Verlag veröffentlicht und ist ab sofort im Buchhandel erhältlich. Nordmann rechnet mit einem zusätzlichen Strombedarf von jährlich 40 bis 45 TWh, ersetzt werden muss der Strom der Atomkraftwerke, zudem braucht es künftig mehr Strom, weil Haushalte und Verkehr von fossilen auf erneuerbare Energien umstellen sollen.

Dazu soll insbesondere die Solarkapazität von 2 auf 50 GWh ausgebaut werden. Das wird allerdings nicht ausreichen, um den Strombedarf im Winter zu decken, wie Nordmann schreibt. Damit keine Lücke entsteht, schlägt er unter anderem vor, Strom aus Gaskraftwerken zu beziehen.

Hier geht es zum Artikel des Tages-Anzeigers vom 20.8.2019

Lösung des Klimaproblems

12. August 2019

In der Rubrik „Reflexe“ – Kommentare zum Wirtschaftsgeschehen doppelt Giorgio V. Müller – WKK angeht – nach. Der Titel lautet: „Schweizer Gasindustrie könnte aktiver sein“ und ist ein regelrechtes Plädoyer für den Einsatz von WKK und Power-to-Gas zur Verbesserung der Stromversorgungssicherheit in der Schweiz. Die „Gasiers“ hätten die Chance, zu beweisen, dass sie in der Klimathematik nicht nur das Problem, sondern auch Teil der Lösung sind, schreibt der Journalist zum Schluss des Artikels.

Zum Artikel der NZZ / Reflexe vom 26. Juli 2019

Unter dem zwar etwas wenig schmeichelhaften Titel „Am Schweizer Gasmarkt schauen die privaten Konsumenten in die Röhre“ befasst sich Giorgio V. Müller mit der Branche im Vorfeld zum geplanten Gasversorgungsgesetz. Aus unserer Sicht erfreulich ist, dass er sich auch Gedanken zur Stromversorgungssicherheit im Winter macht und zum Schluss kommt, dass Erdgas hier eine wichtige Rolle spielen sollte.

Dass der Artikel mit einer Beschreibung der Möglichkeiten von denzentraler Stromproduktion mittels Wärem-Kraft-Kopplung (WKK) endet, freut uns enorm. Eigentlich sollte uns das nun Ansporn genug sein, entsprechende Projekte zu starten bzw. umzusetzen.

Zum NZZ-Artikel vom 26. Juli 2019

Eine durch den DVGW in Deutschland vorgestellte Potenzialanalyse für den Einsatz von Power-to-Gas Anlagen in deutschen Verteilnetzen ist sinngemäss auch für die Schweiz relevant und interessant.

Die aus der Studie abgeleiteten Handlungsempfehlungen für die Netzbetreiber und die Politik lassen sich praktisch 1:1 auf die Schweiz übertragen. Die Umsetzung der erwähnten Empfehlungen hätte sowohl für PtG als auch für WKK positive Auswirkungen

Factsheet zur DVGW Potenzialanalyse

Download der gesamten Studie von der DVGW Website

Der erste Newsletter von POWERLOOP wurde erstellt und an alle Mitglieder und weitere interessierte Kreise versandt. Er befasst sich mit Themen der Versorgungssicherheit, der zunehmenden Bedeutung von erneuerbarem Gas und der POWERLOOP Strategie bzw. der Umsetzung davon. Natürlich darf auch ein Hinweis auf unser attraktives POWERLOOP-Forum vom 27. September 2019 nicht fehlen.

POWERLOOP Newsletter 3Q19

NZZ am Sonntag sagt in ihrer Ausgabe vom 7. Juli 2019: Eine brisante Studie der Forschungsanstalt Empa zeigt: Setzten wir für Klimaschutz massiv auf Wärmepumpen und Elektroautos, droht uns im Winter ein gigantisches Stromdefizit.

«Im Winterhalbjahr würden uns gemäss unserer Studie 22 Terawattstunden Strom fehlen», erklärt Forscher Martin Rüdisüli von der Abteilung Urban Energy Systems der Empa. «Das ist eine enorm grosse Menge.» In den letzten Jahren lag das Defizit im Winterhalbjahr im Schnitt bei rund 4 Terawattstunden – fünfeinhalbmal tiefer.

Die Forscher ziehen aus der Studie vor allem einen Schluss. Wir dürfen die verschiedenen Energiesektoren nicht gegeneinander ausspielen. So könnte aus ihrer Sicht Gas weiterhin eine wichtige Rolle spielen. „Erdgas ist die sauberste fossile Energie“.

Quelle: NZZ am Sonntag vom 07. Juli 2019

Laut Energiestrategie muss das Schweizer Energiesystem bis 2050 vollständig auf erneuerbare Energien setzen. Power-to-Gas gilt dabei als eine der Schlüsseltechnologien für eine CO2-neutrale Energieversorgung. Eine Anlage steht zu Forschungszwecken an der Hochschule Rapperswil (HSR). Kürzlich hat Bundesrätin Simonetta Sommaruga die Anlage auf Einladung des Wirtschaftsverbandes Swisscleantech besichtigt.

„Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien“, sagte die Vorsteherin des Eidgenössischen Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) bei ihrem anschließenden Referat in der Aula der HSR. „Wasserstoff- und Elektrolastwagen nutzen beispielsweise nichts, wenn wir dafür keinen sauberen Strom verwenden“, so Sommaruga weiter. „Deshalb müssen wir mehr sauberen Strom produzieren.“ Auch betonte sie die Chancen, welche sich der Schweiz im Kampf gegen den Klimawandel bieten.

Dabei sei eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Privatwirtschaft, die neue Technologien auch zur Anwendung bringt, unerlässlich. Der Wandel könne nur zusammen mit der Wirtschaft gelingen. Vor allem auf den „Werkplatz Schweiz“ setzt die Uvek-Vorsteherin beim Wandel des Energiesystems. „Wir sollten das Geld hier investieren“, sagte sie. Denn eine kluge Klimapolitik schaffe eben auch Arbeitsplätze.

Quelle: energate messenger vom 25.6.2019

Bericht auf der HSR Website nachlesen

Im Bundesland Bayern haben die Stadtwerke Haßfurt offiziell ihr Wasserstoff-Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen. Damit ist die wasserstoffbasierte Speicherkette für regenerativen Strom komplett. Als Elemente der Sektorkopplung wurden bereits die Stromerzeugung aus Windenergie, eine Elektrolyse zur Umwandlung von Stromüberschüssen in Wasserstoff sowie Drucktanks installiert. Jetzt wurden sie durch das neue Blockheizkraftwerk ergänzt, mit dem der regenerativ gewonnene Wasserstoff bedarfsgerecht verstromt werden kann.

Im Unterschied zur bisher praktizierten Beimischung von Wasserstoff ins Erdgasnetz, geht es hier um einen Betrieb mit reinem Wasserstoff ohne fossile Brennstoffanteile. Das Aggregat hat eine elektrische Leistung von bis zu 200 kW.

Erste Betriebsergebnisse zeigen gute Wirkungsgrade und dank der Verbrennung von Wasserstoff eine sehr hohe Dynamik im Betrieb. Diese ermögliche in Verbindung mit dem bestehenden Elektrolyseur lokal einen Ausgleich von Überschüssen und Unterdeckungen aus der regenerativen Stromerzeugung sowie die Bereitstellung von Regelenergie.

Quelle: Energie & Management (E&M)

Weitere Informationen

Der Zubau von dezentralen WKK- und Solarstrom-Anlagen bietet eine optimale Lösung, um die Atomenergie mindestens teilweise zu ersetzen und das Sommer-Winter-Gefälle in der Schweizer Stromversorgung auszugleichen. Denn in den Sektoren Verkehr, Raumwärme, Industrie und Gewerbe kann die Schweiz viel mehr fossile Energie einsparen, als zusätzliche effiziente WKK-Anlagen benötigen. Unter dem Strich resultiert trotz zusätzlicher WKK-Anlagen ein deutlicher Rückgang der CO2-Emissionen.

ElCom-Präsident Carlo Schmid wies an ihrer letzten Jahresmedienkonferenz in Bern ebenfalls auf die wachsende inländische Versorgungslücke im Winterhalbjahr hin. Dabei stellte er in Frage, dass die Schweiz künftig jederzeit genügend Strom importieren kann, denn auch in Süddeutschland könnte Strom nach dem Ausstieg Deutschlands aus der Atomenergie knapp werden. Deshalb müsse die Schweiz im Winterhalbjahr selber genügend Strom bereit stellen.

Artikel herunterladen: „Die Stromlücke im Winter, und wie sie sich stopfen lässt.“

Quelle: www.infosperber.ch vom 5./6. Juni 2019

Der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) hat Parlamentarier verschiedener Parteien zum Thema Energiezukunft und Versorgungssicherheit befragt. Dass der Stromverbrauch künftig aufgrund der Substitution fossiler Energien durch elektrische Anwendungen zunehmen werde, hatten drei der fünf befragten Politiker zu Protokoll gebracht. Dabei wurde insbesondere auch die Rolle der Elektromobilität hervorgehoben. Wichtig wären dabei neue Anreize für Investitionen in erneuerbare Energien in der Schweiz. Dies auch weil eine reine Importstrategie nicht realistisch sei bzw. erhebliche Risiken berge.

Der VSE hat aus den Antworten der Politiker auch die Notwendigkeit nach mehr Sektorkopplung identifiziert. So müsse bspw. „Power-to-Gas“ vorangetrieben werden, weil diese Technologie heute noch im Versuchsstadium sei und Verbesserungen brauche. Die Optionen für das Winterhalbjahr müssten so oder so weiter ausgebaut werden. Dies gelte insbesondere auch für die Wärme-Kraft-Kopplung, also das Zusammenspiel von Gas-, Strom- und Wärmenetz. Man gab sich überzeugt, dass auch kleinere BHKW’s im Sinne von stromproduzierenden Heizungen in einer integrierten Energie- und Klimapolitik wichtig wären.

Bericht auf der VSE Website nachlesen.

Quelle: energate messenger vom 26.4.2019