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POWERLOOP: NEUE PLATTFORM FÜR EINE PRAGMATISCHE UND EFFIZIENTE ENERGIEWENDE

Buchs, 29.11.2018: Anlässlich einer ausserordentlichen Generalversammlung schlossen sich der V3E Verband Effiziente Energie Erzeugung und der WKK-Fachverband heute zu POWERLOOP Schweizerischer Fachverband zusammen. Ziel dieser neuen Plattform ist die sichere und intelligente Energieversorgung der Schweiz, wie sie in der Energiestrategie 2050 beschlossen wurde. Gas, Strom und Wärme können für eine eigenständige und nachhaltige Versorgung der Schweiz sorgen, wenn sie in effizienten Kreisläufen verbunden werden. Wie der Verbandsname sagt: in einem LOOP. POWERLOOP fördert die Verbreitung der entsprechenden Technologien. „WKK und Power-to-Gas* sind wichtig und zunehmend dringend, um den Wegfall von Kernenergie in den nächsten Jahrzehnten klimaverträglich, wirtschaftlich und versorgungstechnisch zu kompensieren“, so Hans-Kaspar Scherrer, Vorstandsmitglied von POWERLOOP und CEO Eniwa AG.

Medienmitteilung herunterladen

Quelle: V3E/WKK-Fachverband

Unmittelbar vor den Toren Basels, in Grenzach-Wyhlen wurde am 15. November 2018 neben dem Rheinkraftwerk Augst – Wyhlen die erste Power-to-Gas eingeweiht. Die Anlage wurde von Energiedienst Holding AG, der deutsch-schweizerischen Aktiengesellschaft mit Sitz in Laufenburg, realisiert. 

Wasserstoff wird in der Energiewelt der Zukunft eine Schlüsselrolle einnehmen. Denn er speichert Energie, treibt Fahrzeuge an und kann in der Strom- und Wärmeversorgung eingesetzt werden. Hilfreich für den Klimaschutz ist er dann, wenn er aus Elektrolyse mit Ökostrom erzeugt wird. 

„Mobilität ist noch auf absehbare Zeit nicht ohne Verbrennungsmotoren denkbar. Um gleichwohl die Bemühungen für den Klimaschutz zu verst.rken, müssen auch neue Wege gegangen werden. Der verst.rkte Einsatz regenerativer, synthetischer Kraftstoffe ist solch ein Weg. Mit der Power-to-Gas-Anlage hier in Wyhlen ist ein Vorzeigeprojekt für die Energiewende in Baden-Württemberg entstanden. Mit ihr holen wir Power-to-Gas aus dem Labormassstab und zeigen den wirtschaftlichen Betrieb dieser Technologie“, betonte Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

„Der Standort Wyhlen ist ein Musterbeispiel für das Energiesystem der Zukunft“, ergänzt Martin Steiger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Energiedienst Holding AG. „Hier greift erstens die Sektorenkopplung und zweitens kann das Wasserkraftwerk zusammen mit der Power-to-Gas-Anlage Systemdienstleistungen zur Stabilisierung des Stromnetzes anbieten.“ Denn das Kraftwerk kann je nach Bedarf Regelenergie bereitstellen. Es kann nun Energie ins Stromnetz einspeisen oder mit dem Strom die Wasserstofferzeugungsanlage betreiben. Die Power-to-Gas-Anlage ist in der Lage, entsprechend rauf oder runter zu fahren.

Mehr Information auf der Website Energiedienst Holding

Quelle: Energiedienst Holding, Lauenburg

In Winterthur wird seit bald 30 Jahren an der Entwicklung von Brennstoffzellen-Geräten gearbeitet, die Erdgas in elektrischen Strom und Heizwärme umwandeln. Mit einer neuen Gerätegeneration will die HEXIS AG den elektrischen Wirkungsgrad nun merklich auf rund 50% steigern, bei einem Gesamtwirkungsgrad von über 90%. Seit Anfang Juni 2018 stellt ein Demonstrator mit 1,5 kW elektrischer Leistung die Funktionsfähigkeit des Konzepts unter Beweis. In Feldversuchen sollen nun Erfahrungen gewonnen werden, bevor das neue Gerät auf dem Markt angeboten wird.

Fachartikel von B. Vogel, Bundesamt für Energie herunterladen

Wärme-Kraft-Kopplung erfolgreich umgesetzt: Vier Praxisbeispiele aus der Schweiz

Für eine erfolgreiche Energiewende braucht es geeignete Mittel zur Produktion von Wärme und Strom. Mit der Wärme-Kraft-Kopplung erreicht man eine vollständige Ausnutzung von Primärenergie bei modularem Einsatz, skalierbaren Leistungen und hohem Wirkungsgrad. Vier unterschiedliche Schweizer Beispiele belegen die erfolgreiche Umsetzung und Einsatzmöglichkeiten dieser Technologie.

Artikel von Daniel Dillier, Stephan Renz und Jürg Wellstein im AQUA & GAS 11/2018 herunterladen

„Wir sehen den Verkauf als große Chance“, sagt Martin Mühlbacher, Standortleiter Jenbach. Die Produktlinien Jenbacher und Waukesha mit Produktionsstandorten in Österreich, Kanada und den USA werden aus dem General Electric Konzern ausgelöst. Und Jenbach sei als Headquarter geplant. Das bedeute, es brauche neue Mitarbeiter, denn so manche Abteilung bleibe ja beim Noch-Mutterkonzern General Electric. Noch, weil zwar klar ist, dass das profitable Geschäft mit Gasmotoren um 3,2 Milliarden Dollar an den US-Finanzinvestor Advent geht, allerdings die Wettbewerbsbehörden noch kein grünes Licht für die Übernahme gegeben haben.

Der 20’000. Jenbacher Gasmotor wurde an seine neuen Besitzer, die Milchwerke Oberfranken übergeben. Das Blockheizkraftwerk soll Anfang 2019 in Betrieb gehen. Präsident Lange bezeichnet den 20’000. Motor als „Meilenstein“ für die Gasmotorensparte. Auf das Jenbacher Werk könne man jedenfalls stolz sein. Die Umsätze von Jenbacher bewegten sich in den letzten Jahren zwischen 1.5 und zwei Milliarden Euro sowie 2018 werden 1500 Neuanlagen gebaut.

Lesen sie den ganzen Artikel unter:  Artikel aus der Tiroler Tageszeitung

Quelle: Tiroler Tageszeitung

Informationsveranstaltung «Blockheizkraftwerke in der Praxis» von Avesco vom 13. September in Kirchberg SG 

Biogasanlagen mit Blockheizkraftwerken auf Bauernhöfen können einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der CO2-Reduktionsziele der Schweizer Landwirtschaft leisten. Vertreter von Ökostrom Schweiz und des Bundesamtes für Energie sahen daher an der Avesco Informationsveranstaltung «Blockheizkraftwerke in der Praxis» positive Vorzeichen für diese Form der Energiegewinnung.

Würden 40 Prozent des Hofdüngers, der auf Schweizer Bauernhöfen anfällt, für Strom-, Wärme- oder Gasproduktion energetisch genutzt, könnte allein damit das CO2-Reduktionsziel erreicht werden, das im neuen CO2-Gesetz des Bundes für den Landwirtschaftssektor vorgesehen sein wird. Heute werden gerade rund 5 Prozent des Hofdüngers genutzt.

Veranstaltung mit Teilnehmenden verschiedener Branchen
Gross ist daher das Potenzial für die Energieerzeugung aus Biomasse. In der Landwirtschaft, aber auch in anderen Sektoren. Entsprechend auf reges Interesse stiess die Informationsveranstaltung «Blockheizkraftwerke in der Praxis», zu der Avesco am 13. September in Kirchberg SG eingeladen hatte. Auf dem Landwirtschaftshof mit Biogasanlage und Blockheizkraftwerk von Joachim und Monique Harder hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des erfolgreichen Betriebs zu werfen.

Referate über die Rahmenbedingungen für Betreiber von Biogasanlagen
«Die Biogasanlage ist ein Multitalent: Sie produziert Strom, Gas, Wärme und verringert so die Nutzung fossiler Brennstoffe. Gleichzeitig erbringt sie eine CO2-Reduktionsleistung unter anderem hinsichtlich Methanausstoss», sagte Stefan Mutzner von Ökostrom Schweiz in seinem Vortrag.  Diesen Standpunkt teilte auch Matthieu Buchs vom Bundesamt für Energie. Die Trümpfe der Bioenergie müssten besser bewertet werden. Die Energie aus Biomasse gehöre «zu einem nachhaltig ausgewogenen Energiemix».

Unterstützung für Energieerzeuger bei der Direktvermarktung  
Ebenfalls Thema war das seit 1. Januar 2018 geltende neue Fördersystem des Bundes, das auch Biogasanlagenbetreiber betrifft. Es verpflichtet Betreiber mit gewissen Anlagengrössen dazu, die produzierte Energie selber zu verkaufen – in der sogenannten Direktvermarktung. Um diese Direktvermarktung für den einzelnen Anlagenbetreiber zu vereinfachen und effizient zu gestalten, bietet die FlecoPower, eine Tochtergesellschaft von Ökostrom Schweiz und der MBRsolar AG, seit dem 1. April 2018 entsprechende Dienstleistungen an.  

Die Schweizer Stromversorgung im Winter ist alles andere als sicher – die Stromimporte sind gefährdet. Deshalb ist dezentrale Wärmekraftkopplung (WKK) eine gute Strategie zur Deckung der Stromlücke im Winter. Umso mehr, als immer mehr erneuerbares Gas eingesetzt wird. Darüber waren sich alle Referenten am WKK-Forum Ende Juni in Ittigen einig. Einigkeit auch bei den beiden WKK-Verbänden V3E und WKK-Fachverband: Sie schliessen sich zu einem Verband zusammen.

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Quelle: HK-Gebäudetechnik 8/18

Swisspower setzt sich für eine effiziente, sichere und nachhaltige Energieversorgung ein. Das neue Strommarktdesign muss sich an diesen drei Zielen messen lassen. Neben der Versorgungssicherheit und den tragbaren volkswirtschaftlichen Kosten müssen zwingend auch die Ziele der Energiestrategie 2050 und der Klimapolitik berücksichtigt werden. Sowohl um die Risiken der Importabhängigkeit zu minimieren, als auch um die Ausbauziele der Energiestrategie und die Klimaziele zu erreichen, muss die inländische erneuerbare Stromproduktion gestärkt werden. Zusätzlich braucht es Anreize für Energieeffizienzmassnahmen und saisonale Speicherlösungen. Im Hinblick auf eine allfällige vollständige Marktöffnung, müssen gleich lange Spiesse für alle Marktteilnehmer geschaffen werden.

Deutsch: Position Strommarktdesign
Français: Position conception

Quelle: Swisspower

 

Wärmekraftkopplungsanlagen (WKK) fristen gemäss der aktuellen Statistik des Bundesamts für Energie (BFE) ein Nischendasein. Per Ende 2016 stammten nur gerade drei Prozent der Schweizer Stromproduktion aus WKK-Anlagen. „Wenn sich das nicht ändert, dann wird aus der Energiestrategie eine Importstrategie“, mahnte Daniel Dillier, Präsident des Verbands Effiziente Energie Erzeugung (V3E), am diesjährigen WKK-Forum. Dillier betonte, dass WKK-Anlagen vor allem im Winter innert kürzester Zeit angefahren und Strom produzieren könnten. Aufgrund des beschlossenen Atomausstiegs und der dadurch grösser werdenden Winterstromlücke sei die Technologie folglich unverzichtbar für die Versorgungssicherheit. Seine Forderung nach erhöhter Winterstromproduktion sah Dillier dabei auch durch die Eidgenössische Elektrizitätskommission bestätigt. Diese hatte jüngst empfohlen, dass die Schweiz einen „substanziellen Teil der Winterproduktion“ im eigenen Land produzieren soll.

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Quelle: energate messenger/25.06.18/mg

Am diesjährigen WKK-Forum 2018 referierte der Stellvertretende Direktor des Bundesamtes für Energie Dr. P. Previdoli über die Herausforderungen im Strom- und Wärmemarkt. In seiner Schlussfolgerung stellte er fest, dass WKK eine doppelte Chance haben. Einerseits leisten sie einen Beitrag zur Deckung der Winterlücke und können von der Eigenverbrauchsregelung profitieren. Andererseits können sie sich neu von der CO2– Abgabe auf der Stromproduktion befreien lassen und vermehrt Biogas einsetzen.

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