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News

7. Oktober 2020

Anzahl der BHKW’s und installierte Leistung seit mehreren Jahren erstmals wieder angestiegen!

Das Bundesamt für Energie / BFE gibt unter dem Titel „Thermische Stromproduktion inklusive Wärmekraftkopplung (WKK) in der Schweiz“ jeweils im Herbst einen durchh eicher+pauli verfassten Bericht für das Vorjahr heraus.

Wir haben diesen analysiert und sind für die Berichtsjahre 2019 (2018) zu folgender Beurteilung gekommen:

  • In der Schweiz wurden insgesamt 71,9 (67,6) TWh Elektrizität erzeugt – das entspricht einer Zunahme von 6,4%. Davon entfielen 1,9 (1,7) TWh oder ca. 2.7% (2.5%) auf Wärme-Kraft-Kopplung und davon wiederum 0,53 (0,54) TWh auf BHKW mit einer Leistung < 10 MW.
  • Die Produktion von Elektrizität mit WKK insgesamt ist von 2018 auf 2019 von 1’689 GWh auf 1’931 GWh oder um 242 GWh bzw. 14% gestiegen. 
  • Die für uns besonders interessante Kategorie W4 / Klein-WKK (BHKW <10 MWel.) hat sich mit einem Rückgang um 1% bei der Stromproduktion und ebenfalls 1% bei der Wärmeproduktion recht gut gehalten.
  • Der sehr geringe – wohl auch von äusseren Einflüssen abhängige Rückgang in der Produktion entspricht der Prognose, welche wir bei POWERLOOP für 2019 erstellt hatten. Der Trend zu Anlagen mit mehr Leistung war 2019 weniger ausgeprägt als in den Vorjahren. Bei einer Steigerung der installierten Leistung von um 1,1 MW ist die Anzahl der Anlagen um 3  auf insgesamt 859 (856) angestiegen.
  • Gemäss Prognose von POWERLOOP erwarten wir im nächsten Jahr sowohl bei der Prouktion von Energie also auch bei der Anzahl Anlagen eine erneute Steigerung. Hoffen wir für unsere Mitglieder und die Schweizer Energiewirtschaft, dass dies trotz Corona-Wirren eintreffen möge.

Zum Bericht „Thermische Stromproduktion inklusive Wärmekraftkopplung (WKK) in der Schweiz“ – Ausgabe 2019

14. September 2020

Plötzlich ist Gas wieder eine Option

Stromproduktion im Winter. Lange waren Gaskraftwerke für die künftige Energieversorgung vom Tisch. Nun wollen Verbände wie Economiesuisse wieder darüber reden. Experten sehen keine Zukunft in Grosskraftwerken, sondern in dezentralen Systemen.

Tages-Anzeiger / 14. September 2020 / Stefan Häne und Martin Läubli

Auslöser ist die geplante Revision des Energiegesetzes. Der Bundesrat will einheimische erneuerbare Energien, vor allem Solarstrom und Windkraft, stärken – nicht zuletzt, um den mittelfristig wegfallenden Atomstrom in der Schweiz zu ersetzen. Die Stromversorgung soll in Zukunft stärker dezentral funktionieren. Ob das allein aber ausreichen wird, um eine sichere Stromversorgung zu garantieren, ist umstritten. Dabei geht es namentlich um die Stromproduktion im Winter, wenn bedeutend weniger Solarstrom fliesst als im Sommer und im schlimmsten Fall Deutschland und Frankreich aufgrund eigener Produktionsknappheit keinen Strom mehr liefern können.

Positiv an diesem Medienbericht ist, dass neben POWERLOOP auch andere Exponenten zur Sprache kamen und auch Gehör fanden, welche dezentrale Systeme als eine echte Alternative zur zentralen Produktion sehen. Es ist schon eine Weile her, seit eine renommierte Tageszeitung so positiv über WKK / BHKW geschrieben hat.

Hier geht es zur ungekürzten Version des Medienberichtes

4. September 2020

Vorzeigeprojekt bei Limeco in Dietikon: Spatenstich für die erste industrielle Power-to-Gas-Anlage der Schweiz

In Zusammenarbeit mit acht Schweizer Energieversorgern und der Stadtwerke-Allianz Swisspower realisiert das Limmattaler Regiowerk Limeco in Dietikon die erste industrielle Power-to-Gas-Anlage der Schweiz. Mit dem heutigen Spatenstich haben die Projektpartner einen Meilenstein erreicht. Das Projekt soll aufzeigen, wie Power-to-Gas-Anlagen die erneuerbare Stromproduktion ergänzen und dabei wirtschaftlich betrieben werden können.

Auf dem Areal des Limmattaler Regiowerks Limeco in Dietikon entsteht die bis anhin grösste Power-to-Gas-Anlage der Schweiz mit einer Elektrolyse-Leistung von 2,5 Megawatt (MW). Ab Winter 2021/22 wird sie erstmals synthetisches erneuerbares Gas ins Netz einspeisen.

Die Power-to-Gas-Anlage nutzt erneuerbaren Strom aus der Kehrichtverwertungsanlage, um Wasserstoff zu produzieren. Dieser wird mit dem CO2 im Klärgas gemischt, wodurch erneuerbares Methangas entsteht. Aus Abfall und Abwasser gewinnt Limeco so einen CO2-neutralen Energieträger. Ins bestehende Gasnetz eingespeist, ersetzt das erneuerbare Gas fossile Energieträger. So lassen sich jährlich 4’000 bis 5’000 Tonnen CO2 einsparen.

Die Anlage leistet auch einen Beitrag zum Umbau des Schweizer Energiesystems. Denn die Energiestrategie 2050 sieht vor, den Strom aus der Kernkraft durch Solar-, Wasser- und Windkraft zu ersetzen. Damit wird künftig im Sommer viel mehr Strom produziert als verbraucht. Im Winter hingegen, wenn der Energiebedarf grösser ist, muss die Schweiz Strom importieren. Power-to-Gas ist eine Schlüsseltechnologie, um überschüssigen erneuerbaren Strom saisonal zu speichern.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projekt-Website: www.powertogas.ch

 

17. August 2020

Nationalräte sind von dezentralen Energiesystemen (WKK und P2G) begeistert

Auf Einladung von POWERLOOP haben Nationalrätin Priska Wismer-Felder und Nationalrat Peter Schilliger am 17. August 2020 an einer Besichtigung der Biogasanlage (BieAG) in Hünenberg und der Power-to-Gas Anlage der HSR (Hochschule für Technik) in Rapperswil-Jona teilgenommen. Dabei haben sie sich für unsere Anliegen der dezentralen Energieproduktion / -transformation begeistern lassen.

POWERLOOP war es ein grosses Anliegen, dass wir nationalen Parlamentariern anhand von praktischen Beispielen zeigen konnten, dass diese in der Schweiz leider immer noch völlig unterschätzten Möglichkeiten bereits Realität sind. Die Biogasproduktion und die Produktion von Strom und Wärme mittels Wärme-Kraft-Kopplung sind seit vielen Jahren bereits im Einsatz und haben sich bewährt. Mit der Power-to-Gas Technologie wird es möglich sein, aus erneuerbarem Strom (bspw. PV-Überproduktion im Sommer) Gas herzustellen und dieses problemlos saisonal zu speichern.

Überzeugen Sie sich selbst und besuchen sie unsere Gastgeber auf dem Internet:

www.bieag.ch

www.ost.ch

7. Juli 2020

EnG: POWERLOOP vermisst Wärme-Kraft-Kopplung

Olten (energate) – Powerloop sieht im Entwurf des Energiegesetzes (EnG) noch Verbesserungspotenzial. So wünscht sich der Fachverband etwa, dass auch Anlagen in der Wärme-Kraft-Kopplung (WKK) einen Investitionsbeitrag erhalten. Das schreibt er in einer Stellungnahme zum EnG, die energate vorliegt. Das jetzige Förderinstrument der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) läuft Ende 2022 aus. Das revidierte EnG sieht vor, dass Windenergie-, Biogas-, neue Kleinwasserkraftanlagen und Geothermie-Kraftwerke darüber hinaus gefördert werden, neu jedoch ebenfalls über Investitionsbeiträge. Powerloop schlägt vor, den Investitionsbeitrag gemessen an der Winterstromproduktion abzustufen. Er bedaure, dass die Förderung – mit Ausnahme der Photovoltaik- und der Biomasseanlagen – primär für zentrale Energieproduktion gelte, so der Verband, dessen Mitglieder sich für eine dezentrale Energieproduktion engagieren.

Hier lesen Sie den ganzen Artikel

Quelle: energate messenger / Michel Sutter / 07. Juli 2020

4. Juli 2020

CO2 – neutrales Vorzeigeprojekt mit WKK bzw. einem BHKW!

Ist das die Zukunft des Wohnens?

Die klimaneutrale Überbauung in Männedorf ist gleichzeitig auch ein Solarkraftwerk. Der überschüssige Sommerstrom soll dank einem Anschluss ans Gasnetz zur sauberen Energie für den Winter werden.

Es ist nicht die Architektur, die beeindruckt. Darüber kann man bekanntlich streiten. Es sind die Gebäudehülle und das Innenleben der neuen Überbauung in Männedorf. Die beiden Mehrfamilienhäuser bieten nicht nur für 16 Familien komfortables Wohnen, sie sind gleichzeitig auch Solarkraftwerke.

Hier gibt es keine Eternitverschalung, die Fassaden bestehen aus weissen und braunen Fotovoltaikmodulen, ebenso das Dach. Ein cleveres Energiemanagement hat die Aufgabe, den anfallenden Solarstrom für den Haushalt sowie die Warmwasser- und Batteriespeicherung optimal einzusetzen.

Die Stiftung Umwelt Arena Schweiz fällt immer wieder durch Leuchtturmprojekte auf. Vor vier Jahren war es das weltweit erste energieautarke Mehrfamilienhaus in Brütten, das durch Solarfassade und -dach genügend Energie produziert, um zu jeder Zeit den gesamten Energiebedarf der Infrastruktur und der Bewohner zu decken. Die Überbauung in Männedorf ist nun eine Weiterentwicklung, sie ist aber nicht mehr ganz autark. Das Besondere an der Überbauung steckt im Grunde im Anschluss an das Erdgasnetz.

 

Fassaden aus braunen und weissen Fotovoltaik-Modulen: Neue klimaneutrale Wohnüberbauung in Männedorf. Foto: Stiftung Umwelt Arena Schweiz

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Quelle: Tages-Anzeiger / Martin Läubli / 4. Juli 2020

20. Juni 2020

Wärme-Kraft-Kopplung: Der Schlüssel für eine sichere, saubere und bezahlbare Energiezukunft.

Der Schweizerische Fachverband POWERLOOP hat ihre neue Broschüre in drei Sprachen an 4000 Persönlichkeiten in der Schweiz verschickt. Die Wärme-Kraft-Kopplung ist zu wenig bekannt und dies obschon die dezentralen Blockheizkraftwerke (BHKW) heute schon mit knapp 50% erneuerbaren Energien Winterstrom produzieren und damit einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit in der Schweiz leisten. Bitte helfen Sie mit die Anliegen zur Förderung der Wärme-Kraft-Kopplung zu unterstützen und die Broschüre weiter zu streuen.

Powerloop_Broschüre_DE

Powerloop_Broschüre_FR

Powerloop_Broschüre_IT

Quelle: www.powerloop.ch

5. Juni 2020

Elcom warnt vor Stromlücke im Winter

Die Strom-Aufsichtsbehörde Elcom will die Abhängigkeit vom Ausland verringern. Seit Jahren wird darüber diskutiert, wie die Schweiz den Atomstrom ersetzen soll, wenn die AKW dereinst abgeschaltet werden. Derzeit läuft eine Vernehmlassung zum Energiegesetz. Jetzt hat sich dazu die unabhängige staatliche Regulierungsbehörde im Elektrizitätsbereich (Elcom) geäussert. In den vergangenen zehn Wintern habe die Schweiz im Durchschnitt pro Winterhalbjahr netto rund vier Terawattstunden Strom aus dem Ausland importieren müssen! Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2018 verbrauchte die Schweiz knapp 58 Terawattstunden Strom.

Schweiz müsse Folgendes berücksichtigen, so die Elcom: Die AKW werden dereinst abgeschaltet, im Zuge der Umsetzung der Klimaziele steigt gleichzeitig der Stromverbrauch tendenziell an und die Nachbarländer würden in Zukunft im Winter nicht unbedingt viel mehr Strom in die Schweiz liefern können.

Vor diesem Hintergrund plädiert die Elcom dafür, mit dem Wegfall der Schweizer Kernkraftwerke den Netto-Import im Winterhalbjahr nicht über zehn Terawattstunden steigen zu lassen. Entsprechend seien im Inland Anreize zu schaffen für die Aufrechterhaltung einer substanziellen Stromproduktion im Winter aus neuen Erzeugungskapazitäten.

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Quelle: SRF

30. Mai 2020

Versorgungssicherheit hat aufgrund der Coronakrise nochmals an Bedeutung gewonnen

Walter Steinmann, ex BFE-Direktor, schreibt in seinem Gastkommentar im energate messenger, wieso aus seiner Sicht die Versorgungssicherheit auch im Energiebreich nochmals an Bedeutung gewonnen hat. Wie die Versorgung sichergestellt werden kann und was die Kantone damit zu tun haben gehört ebenfalls zu diesem interessanten Artikel.

Photovoltaik und Eigenverbrauch

Versorgungssicherheit hat sich während der Coronakrise als vorrangiges Thema etabliert, nicht nur bei Desinfektionsmitteln, Pharmatests und Medikamenten, sondern durchaus auch im Energiebereich.
Einige möchten dazu am liebsten subito ein paar Gaskraftwerke bauen, während eine grosse Mehrheit auf die erneuerbaren Energien setzt. Der Zubau von PV-Anlagen geht rasch voran und auch die Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch nehmen stetig zu. Beschleunigen könnte man diesen Trend, indem die Nutzung der Dachflächen für Solaranlagen bei Neubauten obligatorisch wird. Die Kantone könnten dies in ihren Energiegesetzen so festlegen.

Blockheizkraftwerke statt Gasleitungen

Aufgepoppt ist in den letzten Wochen auch die Diskussion, ob die Gasnetze bis 2050 noch betrieben werden sollen oder ob der Rückbau mit Blick auf Simonetta Sommarugas
„Netto-Null“-Vision bereits jetzt geplant und bald schon umgesetzt werden soll. Da hört man doch mit einem gewissen Unverständnis, dass einzelne lokale Energieversorger für Neubauten noch immer Gasheizungen propagieren, anstatt sich mit nachhaltigen Konzepten für Erneuerbare zu profilieren. Es wäre wünschenswert, dass die Gasversorger einen anderen Zugang zu diesen Themen erhalten und nicht mehr alles auf die Karte Gas für den Wärmebedarf setzen.

Ihr Ziel sollte nicht mehr eine möglichst grosse Zahl von Gas-Wärme-Bezügern sein, sondern die Versorgung von ganzen Quartieren mit Strom und Wärme über klug dimensionierte Blockheizkraftwerke, die am Schluss die Wärme über Wärmepumpen in die Haushalte bringen. Derartige Konzepte werden mithelfen, mögliche Stromengpässe am Ende des Winters zu reduzieren. Sie bringen auch mehr Akzeptanz für einen noch längerfristigen Betrieb des bestehenden Gasleitungsnetzes, das sich künftig sehr wohl auch für eine Befüllung mit anderen (nichtfossilen) Energieträgern eignen könnte.

Quelle: energate messenger.ch / 28.5.2020 / Ausschnitt / Walter Steinmann

18. Mai 2020

Linke wie Rechte wollen Holzenergie fördern – doch der Bund blockt

Holz ist ein wichtiger erneuerbarer Energieträger. Der Bundesrat soll darum nicht nur grosse Holzkraftwerke subventionieren, fordern Holzbranche und Politik.

Der Bundesrat will Holzkraftwerke  fördern, die Strom produzieren.     

Erich von Siebenthal kritisiert den Bundesrat. «Die Regierung will das Energiepotenzial unseres Holzes weiterhin nicht ausschöpfen», sagt der SVP-Nationalrat und Präsident der Berner Waldbesitzer. Dabei erfülle Holz alle Kriterien, nach denen der Bundesrat seine Energiepolitik ausrichten wolle: einheimisch, CO2-neutral, erneuerbar. In der Tat hat der Bundesrat im April skizziert, wie er die erneuerbaren Energien im Inland stärken will.

Pläne hat er auch für das Holz: Die Investitionsbeiträge des Bundes für Holzkraftwerke sollen von derzeit maximal 20 Prozent der anrechenbaren Kosten auf maximal 60 steigen. Heute sind in der Schweiz etwa 30 grössere Holzkraftwerke in Betrieb. 2018 produzierten sie Strom für mehr als 65’000 Haushalte. Die meisten davon erhalten eine Einspeisevergütung (KEV). Für weitere Massnahmen sieht der Bundesrat keinen Bedarf. Hier setzt von Siebenthals Kritik an. Mit Holz lässt sich nicht nur Strom produzieren, sondern auch Wärme. 

Landesweit stehen rund 560’000 Holzenergieanlagen in Betrieb, das sind grossmehrheitlich kleine Anlagen, über die ganze Schweiz verstreut. 5 Prozent des insgesamt genutzten Energieholzes wird in Wärme-Kraft-Kopplungsanlagen zu Strom umgewandelt, 95 Prozent in Heizungsanlagen zu Wärme.

Link zum Artikel: «Linke wie Rechte wollen Holzenergie fördern – doch der Bund blockt»Linke und Rechte wollen Holzenergie fördern»

Quelle: Tages-Anzeiger, 18.5.2020, Stefan Häne