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Das Bundesamt für Energie / BFE gibt unter dem Titel „Thermische Stromproduktion inklusive Wärmekraftkopplung (WKK) in der Schweiz“ jeweils im Herbst einen durchh eicher+pauli verfassten Bericht (im Sinner einer Statistik) heraus.

Wir haben diesen analysiert und sind für die Berichtsjahre 2018 (2017) zu folgender Beurteilung gekommen:

  • In der Schweiz wurden insgesamt 67,6 (61,5) TWh Elektrizität erzeugt – das entspricht einer Zunahme von 10%! Davon entfielen 1,7 (1,8) TWh oder ca. 2.5% (3%) auf Wärme-Kraft-Kopplung und davon wiederum 0,5 (0,5) TWh auf BHKW mit einer Leistung < 10 MW.
  • Die Produktion von Elektrizität für die WKK insgesamt ist von 2017 auf 2018 von 1’822 GWh auf 1’689 GWh oder um 133 GWh bzw. 7,3% gesunken. 
  • Die für uns besonders interessante Kategorie W4 / Klein-WKK (BHKW <10 MWel.) hat sich mit einem Rückgang um 1,3% bei der Stromproduktion und 1.1% bei der Wärmeproduktion verhältnismässig gut gehalten.
  • Der Rückgang in der Produktion ist damit leicht geringer ausgefallen, als wir bei POWERLOOP angenommen hatten. Der Trend hin zu weniger Anlagen mit tendenziell mehr Leistung hat weiter zugenommen. Bei einem Rückgang der installierten Leistung von 0,9 MW ist die Anzahl der Anlagen um 19 zurückgegangen.
  • Eine Trendumkehr bei der Produktion und den Anzahl Anlagen erwarten wir in den nächsten 2 Jahren. Dafür werden aber enorme Anstrengungen notwendig sein.

Zum Bericht „Thermische Stromproduktion inklusive Wärmekraftkopplung (WKK) in der Schweiz“ – Ausgabe 2018

Unter diesem Titel ist in der aktuellen Ausgabe von HK-Gebäudetechnik 11/19 ein umfassender und lehrreicher Artikel zum POWERLOOP-Forum erschienen – Autor: Martin Stadelmann.

Am Forum des Schweizerischen Powerloop-Fachverbands für sichere und intelligente Energieversorgung der Schweiz wurden nebst einem theoretischen Planungsansatz vor allem praktische Lösungen für die Energieversorgung wie das WKK-Konzept der Stadt St. Gallen, ein Plus-Energie-Haus mit Brennstoffzelle oder die Fernwärme-Versorgungen Puidoux und Charmey mit Holz-WKK und schliesslich die Power-to-Gas-Anlage von Audi vorgestellt.

Powerloop-Präsident Daniel Dillier konnte sich freuen: Sämtliche 168 Stühle im Saal des Bundesamts für Energie in Ittigen waren an der Tagung am 27. September in Bern besetzt. Für eine ökonomische Versorgungssicherheit mit Energie braucht es Wärme-Kraft-Kopplung (WKK) und Power-to-Gas, so Dillier. Beim Strom haben wir eine Versorgungslücke in der Schweiz. Und wir brauchen erneuerbare Energie. Dabei ist Erdgas/Biogas nicht das Problem, sondern die Lösung!

Lesen Sie den ganzen Artikel mit guten Zusammenfassungen zu den Referaten

Unter diesem Titel ist ein Artikel – basierend auf einem Interview – im energate messenger publiziert worden.

„Wir müssen anfangen, Energie stärker dezentral zu denken und auch zu produzieren“, sagte er im Gespräch mit energate. Die dezentrale Produktion ist eine Geschäftsmöglichkeit für Energieversorgungsunternehmen“, ist Lüscher überzeugt. Zurzeit sei die Infrastruktur in der Schweiz nach Energieträgern oder eben Sektoren geordnet. „Das ist ein Problem“, so Lüscher.

Zum Problem werden könnte für die Schweiz auch die anwachsende Winterstromlücke, insbesondere weil auch hierzulande die Kernkraftwerke vom Netz gehen und dies auch in Nachbarländern wie Deutschland der Fall sei, wie Lüscher ausführt. „Wir brauchen für unsere Stromversorgung eine gewisse Autonomie“, sagt er. „Dann brauchen wir aber auch genügend Infrastruktur für die Produktion.“

Dezentral helfe ein rascher Ausbau von PV. Aber auch Erdgas und insbesondere erneuerbare Gase (inklusive Wasserstoff) seien im Winter für die Stromproduktion durchaus geeignet.

Artikel im energate messenger vom 4.11.2019 (Topmeldung)

Der Gasmarkt ist heute in der Schweiz gesetzlich kaum geregelt. Um den Zugang zum Gasnetz untereinander zu regeln, haben die Gasbranche und zwei Verbände 2012 eine Vereinbarung getroffen und damit den Gasmarkt für grössere Industriekunden geöffnet. Allerdings ist offen, ob die Vereinbarung mit dem Kartellrecht vereinbar ist. Der Bundesrat will mit der Schaffung eines Gasversorgungsgesetzes nun für die nötige Rechtssicherheit sorgen. Er hat an seiner Sitzung vom 30. Oktober 2019 die Vernehmlassung dazu eröffnet. Diese läuft bis zum 14. Februar 2020.

WICHTIGE ECKPUNKTE

Teilmarktöffnung: Für Kunden mit einem jährlichen Verbrauch von mind. 100 Megawattstunden geöffnet. Diese Kunden können ihren Gaslieferanten also frei wählen. Das betrifft rund 10% aller Gaskunden / 40’000 Verbrauchsstätten bzw. rund 70% des abgesetzten Gases.

Entflechtung: Vertikal integrierte Gasversorgungsunternehmen müssen eine buchhalterische Trennung zwischen dem Monopolbereich (insbesondere Netzbetrieb) und den wettbewerblichen Aktivitäten vornehmen.

Netzzugang und Kapazitätsvergabe: Für die Buchung der Kapazitäten und den Gastransport wird ein sogenanntes Entry-Exit-System (EES) geschaffen. Solche Systeme sind Standard in der EU.

Regulator: Für den Strom ist die Eidgenössische Elektrizitätskommission (ElCom) Aufsichtsbehörde. Sie wird künftig auch für die Gasversorgung zuständig sein und daher neu Energiekommission (EnCom) heissen.

POWERLOOP wird die Gesetzesvorlage im Detail prüfen und die Ergebnisse mit anderen Verbänden soweit möglich / sinnvoll abstimmen und dann eine eigene Stellungnahme abgeben. Wir können dem Gesetz durchaus positive Facetten abgewinnen. Neben der wichtigen Rechtssicherheit für alle Marktteilnehmer wären für uns natürlich tiefere Gaspreise von grossem Nutzen. Sind diese doch erwiesenermassen mit Abstand der grösste Kostentreiber im Betrieb von WKK-Anlagen. Ein Lichtblick am Ende des Tunnels? Wir werden es sehen …

BFE Website zur Vernehmlassung des GasVG (mit Gesetzestext und Erläuterungen dazu)

Unser POWERLOOP-Forum hat es im täglichen Newsletter energate messenger – welcher speziell bei den Energieversorgern stark verbreitet ist – als Topmeldung auf die Titelseite geschafft … 

Bern (energate) – Am Forum des Fachverbands Powerloop diskutierte am 27. September ein Podium aus Experten über die Hürden und Möglichkeiten bei der Entwicklung der Wärme-Kraft-Kopplung WKK.

Dabei kamen Forderungen andie Politik zur Sprache, aber auch Kritik und Selbstkritik der Unternehmen. FDP-Nationalrat und Powerloop-Vorstand PeterSchilliger setzte seine Hoffnung für die Umsetzung der WKK indie Ausarbeitung des neuen CO2-Gesetzes. Dieses sei eine gute Plattform für die Beseitigung von Hürden, sagte er vor den rund 170 Teilnehmern.

Weiterlesen im Bericht vom energate messenger

Ist in einem 1970er-Jahre-Wohnblock eine autarke und emissionfreie Energieversor­gung machbar? Ein Pilotprojekt in Augs­burg zeigt, wie das mit innovativer Power­to-Gas-Technik geht.

Dieser interessante Medienbericht von E&M Management ist nicht mehr ganz neu, aber inhaltlich hoch aktuell, gibt es doch viel zu wenig konkrete Power-to-Gas Anwendungen.

Es ist ein ökologisches Leuchtturmprojekt fur Stadtwerke und Wohnungsbaugesell­schaften: ln Augsburg emsteht aus einem Wohnblock der 1970er-Jahre ein weitgehend emissionsfreies und energieaurarkes Gebäude, das schon heute die Klimaziele fur 2050 erfüllt.

Versuchsobjekt ist ein äusserlich unspektakulärer Wohnblock in der Augsburger Marconistrase mit ei­ner veralteten Ölheizung und einem jährlichen Ver­brauch von 74’000 Litem Heizöl. Bei dem Projekt ging es darum, zu zeigen, wie Stadtwerke mit
innovativen Konzepten zr Energiewende beitragen können.

E&M Artikel zum PtG Leuchtturmprojekt lesen …

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Der Tages-Anzeiger bespricht unter diesem Titel das Konzept und die Forderungen von Roger Nordmann für eine Solaroffensive in der Schweiz. Das dazugehörige Buch erschien in seiner französischen Originalversion im Frühsommer unter dem Titel „Le plan solaire et climat“. Die deutsche Fassung unter dem Titel „Sonne für den Klimaschutz: Ein Solarplan für die Schweiz“ wurde vom Zytglogge-Verlag veröffentlicht und ist ab sofort im Buchhandel erhältlich. Nordmann rechnet mit einem zusätzlichen Strombedarf von jährlich 40 bis 45 TWh, ersetzt werden muss der Strom der Atomkraftwerke, zudem braucht es künftig mehr Strom, weil Haushalte und Verkehr von fossilen auf erneuerbare Energien umstellen sollen.

Dazu soll insbesondere die Solarkapazität von 2 auf 50 GWh ausgebaut werden. Das wird allerdings nicht ausreichen, um den Strombedarf im Winter zu decken, wie Nordmann schreibt. Damit keine Lücke entsteht, schlägt er unter anderem vor, Strom aus Gaskraftwerken zu beziehen.

Hier geht es zum Artikel des Tages-Anzeigers vom 20.8.2019

Lösung des Klimaproblems

12. August 2019

In der Rubrik „Reflexe“ – Kommentare zum Wirtschaftsgeschehen doppelt Giorgio V. Müller – WKK angeht – nach. Der Titel lautet: „Schweizer Gasindustrie könnte aktiver sein“ und ist ein regelrechtes Plädoyer für den Einsatz von WKK und Power-to-Gas zur Verbesserung der Stromversorgungssicherheit in der Schweiz. Die „Gasiers“ hätten die Chance, zu beweisen, dass sie in der Klimathematik nicht nur das Problem, sondern auch Teil der Lösung sind, schreibt der Journalist zum Schluss des Artikels.

Zum Artikel der NZZ / Reflexe vom 26. Juli 2019

Unter dem zwar etwas wenig schmeichelhaften Titel „Am Schweizer Gasmarkt schauen die privaten Konsumenten in die Röhre“ befasst sich Giorgio V. Müller mit der Branche im Vorfeld zum geplanten Gasversorgungsgesetz. Aus unserer Sicht erfreulich ist, dass er sich auch Gedanken zur Stromversorgungssicherheit im Winter macht und zum Schluss kommt, dass Erdgas hier eine wichtige Rolle spielen sollte.

Dass der Artikel mit einer Beschreibung der Möglichkeiten von denzentraler Stromproduktion mittels Wärem-Kraft-Kopplung (WKK) endet, freut uns enorm. Eigentlich sollte uns das nun Ansporn genug sein, entsprechende Projekte zu starten bzw. umzusetzen.

Zum NZZ-Artikel vom 26. Juli 2019

Eine durch den DVGW in Deutschland vorgestellte Potenzialanalyse für den Einsatz von Power-to-Gas Anlagen in deutschen Verteilnetzen ist sinngemäss auch für die Schweiz relevant und interessant.

Die aus der Studie abgeleiteten Handlungsempfehlungen für die Netzbetreiber und die Politik lassen sich praktisch 1:1 auf die Schweiz übertragen. Die Umsetzung der erwähnten Empfehlungen hätte sowohl für PtG als auch für WKK positive Auswirkungen

Factsheet zur DVGW Potenzialanalyse

Download der gesamten Studie von der DVGW Website